Bild mit Tisch samt brennender Kerze und Kaktus, Papierrollen, Landkarte, ein Stapel Bücher, Steinen und zwei grünen Eidechsen

Voraussetzungen für die Codingkurse

Für die Teilnahme an meinen Kursen müssen neben einem großen persönlichen Interesse an ethischen Themen noch weitere Voraussetzungen erfüllt sein.

Charakterliche Voraussetzungen

Vieles im Tech-Bereich kann man lernen, und Coding ist bei Weitem nicht so schwierig, wie es auf den ersten Blick aussieht. Aber es gibt ein paar Charaktereigenschaften, die eine Person bereits zu großen Teilen mitbringen sollte oder in kurzer Zeit erlernen muss. Denn ohne diese Soft Skills geht es in der beruflichen Praxis schlichtweg nicht.
Codes in einem Code-Editor

Illusionen über den Tech-Lifestyle

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Grüne Eidechse
Marathon vs. Spaziergang
Der Tech-Lifestyle, der in einigen Hollywood-Filmen, auf Social Media und von fast ausschließlich männlichen CEOs gerne präsentiert wird und den sich viele Außenstehende dann so tatsächlich auch vorstellen, ist, insbesondere bezogen auf den praktischen Arbeitsalltag, oft komplett falsch. Vieles existiert in dieser Form gar nicht, ist reine Selbstinszenierung oder trifft auf nicht einmal 1% zu. Gezeigt wird hier nur die letzte Minute eines extrem harten Wettbewerbs. 
Das jahrelange Training, um dorthin zu kommen, lässt man dabei gleich unter den Teppich fallen, oder, dass man weit bessere Startbedingungen hatte als alle anderen. Aber Programmieren ist kein Kurzstreckenlauf, kein lockerer Spaziergang oder mal ein Wochenende beim Wandern in den Bergen, sondern ein jahrelanger, kräftezehrender Marathon.
Grüne und braune Lianen schlängeln sich um einen Ast
Realität vs. Träume
Träume sind wichtig. Es ist daher nicht mein Ziel, jemanden zu entmutigen, sondern vielmehr, eine große Enttäuschung zu ersparen, da viele Annahmen auf falschen Informationen und verzerrten Darstellungen basieren. Aber in der Realität wird man ohne die notwendigen Voraussetzungen schnell untergehen. Jeder hat das Recht zu wissen, worauf er sich beim professionellen Coding tatsächlich einlässt.
Illusion Magie
Die Tech-Branche ist eine sehr dynamische Branche, die sich ständig verändert. Das übt auf viele Menschen nicht ohne Grund eine große Faszination aus, und von außen sieht vieles leicht aus. Dabei wird aber einer der wichtigsten Punkte schnell übersehen. 
  • Permanente Veränderung und neue Technologien bedeutet auch für einen selbst: Ständige Weiterentwicklung. 
  • Man muss immer wieder – oftmals in kurzer Zeit – viel Neues lernen, und anderes, in das man sehr viel Arbeit und Zeit investiert hat, tritt in den Hintergrund oder wird (teilweise) ersetzt. In der Praxis hat das nichts mit Magie zu tun, sondern bedeutet die Notwendigkeit zum lebenslangen Lernen. 
  • Daher muss man von Anfang an eine hohe Lern- und Leistungsbereitschaft sowie großes Interesse an neuem Wissen mitbringen und darf die permanente, harte Arbeit, die damit verbunden ist, nicht scheuen. 
  • Jobs, bei denen man sich ein einziges Mal Wissen aneignet, es dann dabei belässt und sich für den Rest der Karriere auf seiner Position zurücklehnt, gibt es in der freien Wirtschaft in der Form so nicht. 
  • Denn man muss sich immer wieder neu beweisen, oder man wird durch die neuen Entwicklungen abgehängt. Nicht zu vergessen, dass der Druck dabei auch noch jeden Tag hoch ist. 
Realität: große Lern- und Leistungsbereitschaft, plus hoher Druck
Illusion Talent
Selbst wenn man viel Talent besitzt, ist selbstständiges Üben eine Grundvoraussetzung, um auch analytisch besser zu werden. 
  • Genau, deshalb muss man ein hohes Maß an Eigenständigkeit und Eigenmotivation bereits mitbringen, denn das läuft nicht wie in der Schule. Man darf nicht erwarten, dass andere einem sagen, was man tun soll, einen motivieren, an die Hand nehmen oder sogar noch dafür sorgen, dass man besser wird. Dafür ist die Konkurrenz ein bisschen zu groß. 
  • Im Tech-Bereich muss man in Teams arbeiten können, aber es ist kein Teamsport. 
  • Deswegen muss man sich um alles selbst kümmern und es entsprechend organisieren. Das erfordert viel Selbstdisziplin, Ehrgeiz und den Willen, sich Schritt für Schritt herauszufordern. 
  • Wer nur auf kreatives Chaos, auf Minimalprinzip setzt und schön in seiner Komfortzone bleibt, kommt nicht weiter. 
  • Talent hin oder her, wer ständig Probleme und Fehler durch seine ungenaue und nicht durchdachte Arbeitsweise produziert, für den gibt es in der Branche kein Verständnis, keine Geduld und keine Jobs. 
  • Denn die Hauptaufgabe besteht darin, eigenständig Fehler und Lösungen zu finden. 
Realität: eigenständige Arbeitsweise, Selbstdisziplin & hohe Eigenmotivation

Die Sprache der Codes

Mit technischen Sprachen verhält es sich tatsächlich wie mit allen Sprachen: Man muss sich regelmäßig damit beschäftigen, sonst verlernt man sie innerhalb kürzester Zeit wieder, da einem die Vokabeln (hier: Codes) nicht mehr einfallen.
Grüner Planet mit hellgrünen Tupfen

Illusion Tools

Auch hier gibt es so manches Missverständnis. Lösungen finden zu wollen, ist schön, reicht aber nicht aus, denn das wollen viele. Eine Lösung ist das tolle, schicke Endergebnis. 

Der Weg dahin ist aber lang und steinig. Denn leider klopfen die die Lösungen nicht einfach an die Tür. 

Realität: Lösungsorientierung & Stressresistenz
Zahnräder in Orange, Lila und Grün

Daher ist die Voraussetzung für Lösungsorientierung nicht, dass man gerne Lösungen findet, sondern, ein großes Interesse an Problemen hat. Und sich – im Gegensatz zu vielen anderen – diesen oft schwierigen oder komplexen Problemen stellt, sie nicht ignoriert, schönredet oder scheut.


In geschweiften Klammern: Schwarzes Labyrinth mit grünem Lösungsweg

Dazu gehört die innere Einstellung, dass es für fast jedes Problem eine Lösung gibt, die aktiv gefunden werden muss. Das ist keine Attitüde, die man sich mal schnell an einem Montag zulegen kann, sondern eine tiefgehende, geistige Haltung gegenüber Problemen. 

Aus dem Grund muss man auch bereit sein, vieles neu zu denken, neue Wege zu gehen, vieles auszuprobieren und zu experimentieren, das Risiko des Scheiterns gehört jeden Tag dazu, und auch das muss man akzeptieren und damit umgehen können. 

Insbesondere, da es für bisher nicht bekannte Problemstellungen noch keine Lösungswege gibt, die muss man schließlich erst finden und entwickeln.
Zahnräder in Orange, Lila und Grün

Nur wer diese Fähigkeit hat und dabei den Stresspegel aushält, hat das Potenzial, in diesem Bereich richtig gut zu werden. Wer von der bequemen Sorte ist und Antworten gerne auf dem Silbertablett serviert haben will, ist hier völlig falsch. 

Tech ist ein Anwendungsfeld von theoretischem Wissen, bei dem es um Verständnis und Ergebnisse geht. 

Hübsch auswendig gelernte Antworten für den nächsten Test und sinnfreies Wiedergeben interessieren hier niemanden. 

Tools dienen hier nur als Hilfsmittel für die Lösungsfindung, aber den Job werden sie nicht für einen erledigen, die Lösung muss man schon selbst finden. 

Why does it look so cool?

5 VORAUSSETZUNG

Illusion Cool

Realität: Hartnäckigkeit & Durchhaltevermögen
Der Tech-Alltag ist nicht glamourös, sondern gepflastert mit Frustration und ein paar gelegentlichen Lichtblicken. In Mathematik ist das im Prinzip auch nicht anders. Umso erstaunlicher ist es, wie cool es für die Außenwelt wirkt. Man selbst fühlt sich nur in ein paar seltenen Momenten so. Man kommt regelmäßig an einen Punkt, an dem man nicht nur eine gefühlte Ewigkeit, sondern tatsächlich nicht mehr weiterkommt, und trotz etlicher Versuche den Fehler nicht findet.   Zu den wichtigsten charakterlichen Eigenschaften gehört daher eine gewisse Hartnäckigkeit, da Geduld allein nicht reicht, denn die braucht man dringend, wenn es richtig schwierig wird, man nicht mehr weiter weiß und man sich trotzdem durchbeißen muss und nicht locker lassen darf. Denn hier entscheidet es sich, wer liefert und wer nicht. Die meisten Menschen geben an dieser Stelle und ein paar Versuchen verständlicherweise genervt auf. Gute Entwickler (m/w/d) geben dann eben nicht auf, sondern suchen und probieren immer weiter, so lange, bis sie den Fehler oder die Lösung finden. Sie finden die Fehler nicht, weil es für sie einfacher ist, denn das ist es nicht. Sondern der Wille und das Durchhaltevermögen ist größer, und weder in Mathe noch in Tech ist Aufgeben eine wählbare Option. Diesen fachlichen und mentalen Herausforderungen muss man sich nicht nur stellen wollen, noch besser ist es, knifflige, schwierige Herausforderungen zu mögen – selbst dann, wenn es ein bisschen weh tut. 
Rot-blaues Seepferdchen
Schwarm Fledermäuse steigt von unten nach oben

Illusion Automatisierung

Die unschönen Sachen werden gerne weggelassen. So entsteht der Irrtum, in der Tech-Branche müsste man nur Codes schreiben, und alles andere ist irgendwie automatisiert oder passiert auf andere, wundersame Weise. Das Glück hat man aber nicht. Vieles ist einfach nicht beliebt, daher spricht man wenig darüber.
Das Stichwort ist: Dokumentation.
Man muss nur das Wort „Dokumentation“ aussprechen, und hört einmal um den gesamten Tech-Globus ein tiefes Seufzen und sieht, wie Menschen langsam den Kopf einziehen und überlegen, wie sie sich spontan in Luft auflösen könnten. Das ist ein Phänomen für sich. 

Auch ohne ethische Ausrichtung gehören technische Dokumentationen bzw. Berichte eigentlich auch zum Job dazu. Die Skepsis in Bezug auf diesen Aspekt ist unter Lernenden oft groß. Denn davon haben die Coding-Influencer (m/w/d/ai) so gar nichts erzählt.

Realität: Lesekompetenz und schriftliche Kommunikationsfähigkeiten
Is there a video tutorial for this?
There's a library for that, right?
Wer aber mal kurz darüber nachdenkt, sollte selbst zu dem Schluss kommen, dass man irgendwie kommunizieren muss: Mit den anderen Teammitgliedern (m/w/d), dem Management, den Kunden. Außerdem muss man doch festhalten, was man gemacht hat. Sonst hat doch keiner eine Ahnung, was der andere tut. Genauso sieht es dann in vielen Unternehmen – ohne Dokumentation – eben auch aus. 

Und noch schockierender: Man muss auch regelmäßig lesen und nicht nur auf der Tastatur herumklimpern, um auf dem aktuellen Stand der weltweiten Entwicklungen zu bleiben. Wer hier auf ein Video-Tutorial wartet, ist dann 8 Monate bis 3 Jahre zu spät dran. Also ne, man kann nicht alles an KI outsourcen, nur weil man selbst keinen Bock darauf hat.
Pfeil aus Punkten, von links nach rechts, in Lila- und Blautönen 
Illusion Intelligenz
Der konstruktive Umgang mit Fehlern ist im Programmierkontext elementar.
Eine positive Fehlermanagementkultur bedeutet, dass man ausdrücklich Fehler machen darf. Aber man muss vor allem die Fähigkeit besitzen, die gemachten Fehler zu analysieren und schnell aus ihnen zu lernen.

Nur so kann man sicherstellen, dass man sie nicht wiederholt, es beim nächsten Versuch besser macht und vorwärtskommt. Eben genau das wird von allen erwartet. 

Daher gehört es dazu, Fehler offen anzusprechen, denn das ist dringend notwendig. Das ist nicht einfach oder angenehm, denn das Feedback ist oft gnadenlos. Das erfordert, dass man konstruktive Kritik von anderen nicht nur zulassen können, sondern sie vor allem annehmen, wertschätzen und in den Arbeitsprozess integrieren muss. 
Das bedeutet aber nicht, dass man bei jedem Fehler gleich umfangreiche Unterstützung erhält und einem die Lösung präsentiert wird.
Überhaupt nicht. 

Die meisten Fehler darf man selbst machen und auf dem Weg zur Lösung verzweifeln. Das Hinbekommen ist der eigene Verantwortungsbereich. Aus dem Grund muss man sich eine hohe Frustrationstoleranz haben aneignen, denn Frustration ist kein Ausnahmefall, sondern gehört zum Alltag und ist für jeden unangenehm. Damit muss man zurechtkommen können. Es gehört dazu.

Realität: Kritikfähigkeit & Frustrationstoleranz

Es werde Licht

Viele Menschen können sich nicht gut vorstellen, was das in der Realität am Schreibtisch bedeutet. 

Aus dem Grund habe ich die Gefühlslage und inneren Monologe von Lernenden und Profis im Alltag, die einer emotionalen Achterbahn gleicht, mal verdeutlicht. 

Na dann, viel Freude.
Schwarze, brennende Kerze auf gelbem Stein
<I LOVE PROGRAMMING>

... super, das sieht schon mal gut aus.
Dann mache ich das nur noch kurz fertig.
Läuft. 
Fehler!
Was?
Wieso?
Nein.
Okay. Mal sehen.
Vielleicht so.
Mmmh, wohl nicht.
Ich krieg‘ das schon hin. 
Probieren wir es anders
Warum geht das jetzt auch wieder nicht? 
Aber so habe ich das doch immer gemacht. 
Cool bleiben. 
Aber das müsste doch funktionieren! 
Wieso funktioniert das jetzt nicht. 
So, noch einmal alles checken. 
Aber das stimmt doch alles! 
Dann mache ich das anders. 
Auch nicht. 
Warum funktioniert das jetzt auch nicht? 
Perfekt! 
Okay, alles zurück auf Anfang. 
Irgendjemand hatte das Problem bestimmt schon vor mir. 
Suchmaschine öffnen. 
Dann lesen wir mal … Aha, super, das ist nicht, was ich suche. 
Ne, das ist schon klar. 
Ja, das ist auch logisch. 
Das kann es nicht sein. 
Das beantwortet nicht im Ansatz die Frage, die hier gestellt wurde, du Vollprofi. 
2 Stunden später 
Niemand hatte bisher das gleiche Problem? 
Entweder bin ich brillant oder ein Idiot. 
Hoffentlich ist es das erste. 
Wahrscheinlich eher das zweite.

Dann mache ich es jetzt ganz anders und fixe das später dann. 
Ist mir egal. Hauptsache, es läuft irgendwie. 
Ah, da steht was. 
Vielleicht kann ich das jetzt so für den Moment lösen. 
Probieren wir es aus. 
Aber das müsste doch so gehen. 
Also, noch mal. 
Ohne den Teil funktioniert es. 
Fantastisch. 
Dann weiß ich jetzt schon mal, wo das Problem nicht liegt. 
Okay, tief durchatmen. 
Konzentrier dich, sonst hockst du hier noch drei Stunden. 
Komm schon, irgendwo muss das doch gehen. Gefunden. 
Echt jetzt? 
Yeah! 
Yeeeeah! 
Nice! 
Ich bin die Beste. 
Ich bin geboren dafür. 
Mich machst du nicht fertig. 
Vielleicht sollte ich doch einen Abschluss in Mathe machen sollte, so schwierig kann das ja nicht sein. 
<I LOVE PROGRAMMING>
30 Minuten später. 
Nein. Ernsthaft? 
Nein, bitte nicht. 
Bitte! Warum??? 
Was soll das? 
Ist das jetzt der gleiche Fehler, oder schon ein neuer? 
Ich bin zu blöd für diesen Job. 
Warum habe ich nicht was anderes im Leben gemacht? 
Oh, da fehlt nur ein Semikolon. 
Ups, Anfängerfehler. 
Peinlich. 
Puh, Glück gehabt. 
Läuft. 
Yeah, yeah, yeah.
Oh, läuft doch nicht. 
Was ist das denn jetzt schon wieder? 
Sieht doch alles gut aus! 
Okay, nochmal: Das stimmt aber alles. 
Auf keinen Fall, das passt. 
Das sicher auch nicht. 
Oh, wie mich sowas nervt. 
Also, von vorne. Zeile für Zeile. 
Konzentrier dich. 
Vergiss den gesunden Lebensstil, ich brauche jetzt Zucker. 
Komm, denk nach. 
Okay, ich komme nicht weiter. 
Was könnte es sein? 
Okay, bis hierhin hatte es doch vorher alles funktioniert. 
Also muss irgendwo hier das Problem sein. Warum auch immer. 
Also, noch einmal. 
Was ist hier falsch? 
Okay, das war es auch nicht. 
Eigentlich wusste ich das schon. 
Denk nach, was könnte es sein?
<I HATE PROGRAMMING> 
Argh! 
Ich könnte schreien. 
Okay, was fällt mir noch ein? 
Wenn ich das Teil aus dem Fenster schmeiße, wäre ich das Problem für immer in meinem Leben los. Aber vom Dach wäre es vielleicht besser. 
Vielleicht liegt das Problem gar nicht hier. 
Okay, sehe ich mir das mal an, ich habe ja sonst nichts zu tun. 
Ah, okay. 
Das könnte es sein. 
Sieht gut aus. 
Oh je, das war's also. 
<IT WORKS>
Was ist denn das für ein blöder Fehler. 
Na toll, darauf hätte ich vor Stunden kommen können. 
So schwierig war das jetzt echt nicht ...
Man sollte sich bewusst machen, dass Tech ein Bildschirm-Extremsport ist und viele im Lern- und Arbeitsalltag selten das Licht draußen sehen. 

Es gibt immer noch Jobs in dieser Branche, die, durch die Arbeitszeiten und ständige Verfügbarkeit, mit einem real existierenden Privatleben kaum zu vereinbaren sind. 

Diese vielen, vielen Stunden sind teils schwer auszuhalten, da der menschliche Körper darauf nicht ausgelegt ist, und mit der Zeit hat das für viele (ernste) gesundheitliche und mentale Konsequenzen.

Zumal die Ernährung bei vielen eher Restmüll-Charakter hat. Außerdem ist es für viele Menschen in dem Bereich wirklich schwierig, Grenzen zum Privatleben zu ziehen. 

Es ist wie Mathematik, eine ganz eigene Welt, die einen komplett vereinnahmen kann, bis man nichts mehr hat, und ist außer Tech. 

Zusätzlich steht die Tech-Branche irgendwie ständig unter Strom und generiert einen starken Kult, den man sofort kritisch hinterfragen sollte.

Eigene Identität

Aus dem Grund gehört es auch dazu, sich rechtzeitig um sich selbst zu kümmern und sich kleine Auszeiten zu nehmen, soweit es überhaupt möglich ist, denn in dieser ausbeuterischen Branche wird es niemand für einen tun. 

Leidenschaft für etwas zu haben, darf nicht bedeuten, dass man seine Identität und Individualität dafür aufgeben muss und nur noch als Teil dieser Gruppe und für diese existieren darf, während eine Isolation vom Rest der Welt stattfindet. 

Es bleibt jedem selbst überlassen, was einem gut tut, und zuallererst, was zeitlich überhaupt machbar ist, um den Stresspegel und den Druck auszuhalten, sonst entwickelt man im schlechtesten Fall sehr ungesunde Verhaltensmuster – auch anderen Menschen gegenüber.
Man kann sich einen sportlichen Gegenpol schaffen und vermehrt im Stehen arbeiten, regelmäßig Digital Detox machen, ein Hobby in sein Leben integrieren, sich für etwas Wichtigeres als Tech engagieren oder sich Freiräume für sein Privatleben schaffen, die andere zu respektieren haben. 

Oder eine eigene Kombination daraus. 

Von Waldbaden über Mandalas ausmalen über bis zum Schutz von Meerestieren. Hauptsache, man kümmert sich rechtzeitig darum, belastet bei seiner Selbstverwirklichung die Umwelt nicht noch mehr und bleibt ein kritisches Individuum.
Alienähnlicher Kopf und der Schriftzug „Stay weird“

Die Erwartungen steigen

Da 
kann 
das 
Engagement 
nicht 
sinken.
All diese Punkte erfordern bereits eine hohe Arbeitsmoral und großes Engagement. Wer erwartet, dass er sein Denken zukünftig komplett an KI auslagern kann, der irrt sich gewaltig und sollte aufwachen. 

  1. Denn genau das wird KI nicht übernehmen können, und Entwickler (m/w/d), die beispielsweise nicht eigenständig denken können und vor allem nicht wollen, werden bereits zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gesucht und in der Zukunft schon gar nicht.
  2. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass man zukünftig weniger können muss, aber dafür bekommt man mehr Gehalt und eine 30 Stunden Woche. 
  3. In der Zukunft werden Entwickler (m/w/d) mehr können und mehr leisten müssen als bisher. 
  4. Was tatsächlich wegfällt, ist einfache, teils nervige Routinearbeit, denn die kann von KI übernommen werden.
  5. Das ist insgesamt keine schlechte Nachricht, außer für Einsteiger (m/w/d), denn damit steigen die Anforderungen eben erneut, sie sinken ganz sicher nicht, und viele Einsteigerpositionen fallen weg. In einer Branche, die sogar für ihre überzogenen, weltfremden Anforderungen in Bezug auf Anfänger (m/w/d), bekannt ist, hat das entsprechende Konsequenzen.  

Hintergrund

In den letzten 20 Jahren gab es ein paar Bereiche in der Tech-Branche, in denen man mit wenig bis keinen (Programmier-)Kenntnissen durchmogeln konnte. Ja, es war kaum zu glauben. 
In der Branche waren es die am schlechtesten bezahlten Jobs, mit dementsprechend wenig Anerkennung. Aber im Vergleich zu vielen anderen Branchen, gerade im sozialen Bereich, konnte man hier gutes Geld verdienen. Das war besonders gesellschaftlich sehr unfair. 
Jetzt befinden wir uns in einem großen Wandel, und diese Zeiten sind vorbei. Es ist richtig, dass das aufhört, nicht in erster Linie, weil KI, das auf jeden Fall übernehmen kann. 
Zukünftig muss man wirklich programmieren können, damit man die KI-Ergebnisse fachlich überprüfen kann. 
Statt mit KI rumzuspielen, müssen zukünftig Entwickler (m/w/d) sich weit besser mit Cybersicherheit auskennen, das lernt man eben nicht beim Kaffeeklatsch mit ChatGPT. Das ist der Hintergrund. Wer also nicht wirklich professionelles Programmieren lernen möchte, verschwendet meine Zeit und sein Geld.

Can you center a div?

Grüne Mondsichel, umgeben von Kreisen mit Sternen und Punkten

Professionelles Coding

Das Ziel meiner Kurse ist, dass man seine eigenen Codes in einem guten Stil, ohne Hilfsmittel (wie KI) schreiben und erklären kann.
Eckige Klammern in Dunkelviolett

1. 
Eigene Codes schreiben
Keine fertigen Codes 

Im Kurs wird nicht mit fertigen Code-Teilen (Wordpress-Programmierung), die von anderen geschrieben wurden, und nur abgeschrieben, zusammengefügt, leicht abgeändert werden müssen, gearbeitet. 

Ebenso wenig wird mit standardisierten Übungen und Computerspielen gearbeitet, denn das sind bereits fertige Programmierungen. 

Dabei lernt man weder, was man tut, noch, wie es funktioniert. 

Daher wird in dem Zusammenhang nicht grundlos von „Betrügen“ gesprochen. 

Aus diesem Grund werden alle Codes bzw. Programmierungen komplett selbst geschrieben. 

Nur so kann man seine eigenen Ideen entwickeln und umsetzen.
Schwarze Sterne

2. 
Ohne Hilfsmittel 
Kein ChatGPT bzw. KI

Frameworks, Libraries, CMS und KI haben ohne Frage ihre Daseinsberechtigung, aber nicht während des Lernprozesses in den Grundkursen, in denen Anfänger (m/w/d) die wichtigen Grundlagen des Programmierens erst einmal lernen sollen. 

In den beiden Grundkursen werden keine Hilfsmittel bzw. Abkürzungen benutzt. 

Dazu gibt es später wahlweise eigene Kurse als Vorbereitung auf den Berufseinstieg. 

Vanilla JavaScript Pures Coding Folglich unterrichte ich nicht JavaScript, sondern nur Vanilla JavaScript. 

Das „Vanilla“ bedeutet, dass man „pures“ Coding ohne das ganze sonstige Chichi (gemeint sind Hilfsmittel wie ChatGPT) lernt.
Zwei Bücher, eines mit Schloss, das andere mit einer Skelett-Hand, darauf ein grauer Glasflakon

3. 
Eigenes Wissen
Richtige Argumentation

Außerdem erwarte ich, dass man sich bereits in den beiden Grundkursen eigenes Wissen aneignet. 

Codes, Gedankengänge, Ansätze und Lösungen müssen auch von Lernenden immer fachlich erklärt werden können. 

Zudem muss man in Gesprächen und Diskussionen ohne Hilfsmittel, Fragen genau beantworten können, seine Entscheidungen nachvollziehbar begründen, ein für alle interessantes Gespräch führen und logisch richtig argumentieren können.

Die Perspektive

Bei bestimmten Punkten ist es auch für Entwickler (m/w/d) sehr wichtig, die Perspektive von Usern (m/w/d) einzunehmen, damit die Programmierung den User (m/w/d) nicht frustriert zurücklässt. 

Das spielt vor allem im UX/UI-Design eine maßgebende Rolle. 

Aber das war es dann auch schon.
Schwarze Katze mit grünen Augen, auf einem schwarzen Stein sitzend

Von Katzen

Abgesehen davon ist die Perspektive eines Entwicklers (m/w/d) eine ganz andere als die des Users (m/w/d). 

Wer auf Buttons drückt, liken und sich eine Webseite ansehen oder ein Game auf dem Smartphone spielen kann, ist kein Entwickler (m/w/d), sondern der User (m/w/d). 

Also nur die Person, die das, was Entwickler (m/w/d) programmiert und designt haben, kauft bzw. konsumiert. Das kann jeder. Selbst eine Katze im Halbschlaf.

Der Unterschied muss klar sein! Die einen backen Kuchen, die anderen essen ihn nur.

und Kuchen

Natürlich kann ein Bäcker (m/w/d) auch in seiner Freizeit Kuchen essen und bewerten, aber trotzdem ist er dann ein Konsument mit Fachkenntnissen. 

Umgekehrt gilt das aber nicht. Durch Kuchen essen wird man nicht zum preisgekrönten Bäcker (m/w/d), sondern indem man backen lernt. Ganz besonders gilt das auch für KI. 

Wer diese Tools nutzt, ist der Konsument (m/w/d), nicht der Experte (m/w/d), egal, wie viele selbsternannte Profis einem nach zwei Wochen ChatGPT-Nutzung das Gegenteil erzählen wollen und einem jetzt die Welt erklären. 

Das ändert die Sachlage nicht. 
Das ist keine Kunst
Eigene Erkenntnis
Es ist sehr wichtig, dass jeder Teilnehmer (m/w/d) selbst bereits zu der Einsicht gekommen ist, und dass die folgenden Spielregeln sinnvoll, notwendig und für den eigenen Lernprozess förderlich sind. 

Aus dem Grund: Ich werde bei diesen Punkten ganz sicher keine Überzeugungsarbeit leisten, und es gibt in meinen Kursen diesbezüglich keinen Verhandlungsspielraum. Das sind die Spielregeln, die in meinen Kursen gelten, und an die sich alle zu halten haben. Ansonsten: 
Goodbye.
Dieses Konsumieren unterscheidet sich nicht vom Shoppen. Digital verursachter Dopaminrausch ist keine Qualifikation, sondern das Gegenteil: ein ernsthaftes Problem. 
Es ist keine technische Fähigkeit, die man in einen Lebenslauf schreiben kann und für die man ein Vorstellungsgespräch bekommt.

  Konzentration
Wer zwei bis drei Stunden nicht ohne Ablenkung konzentriert an seinen eigenen Ideen arbeiten kann und nicht 90 Minuten ohne Posen vor der Kamera auskommt, kann an meinen Kursen nicht teilnehmen.

Spielregeln

Ich bin kein Freund von solchen Regeln. Es ist ein gesellschaftlicher Tiefpunkt, dass man vor einem Kurs erst die Spielregeln, absolut Offensichtliches, erklären muss, weil es selbst bei erwachsenen Kursteilnehmern (m/w/d) nicht mehr anders möglich ist. 
 Weißes Smartphone mit rotem Display und weißem Totenkopf-Zeichen

1. Kein Smartphone

Beide Grundkurse finden ausschließlich ohne Smartphones oder Smartwatches statt. Wer sein Smartphone für die nächsten Jahre loswerden will, kann das gerne tun.

2. Kein Messenger-Dienst

Es gibt keine Messenger-Gruppe für die Kurse. Außerhalb der Kurse kann man selbstständig üben oder einfach mal seine Ruhe haben.

3. Social Media

Social Media werden für die Kurse nicht genutzt. Als Teil der Lehrinhalte werden sie gezielt, analytisch untersucht.

4. Kein Surfen

Alle Webseiten, außer die im Kurs verwendeten, sind während des Kurses immer geschlossen.

5. Keine Hypes

Da sich die Welt scheinbar ungern mit relevanten Themen beschäftigt, kommen regelmäßig irgendwelche Trends, und wenn man richtig Pech hat, sind es sinnfreie, weltweite Hypes. 

Die gute Nachricht ist: Sie halten sich oft nicht so lange, bis sie in sich zusammenfallen und wieder verschwinden, da es ihnen an Substanz fehlt. 

Heute ist es Vibe Coding, morgen entscheidet vielleicht irgendein Internet-Guru, dass man besser Programmieren lernt, wenn man auf einem Bein steht, Algensaft trinkt und dabei dem eurasischen Fischotter beim Plantschen, natürlich nur in den Gewässern Norwegens, zuhört. 

Während die CEOs, die solche Thesen gerne uneigennützig vertreten, ihren Aktienkurs nach oben schrauben, steht es jedem frei, seine Lebenszeit damit zu vergeuden. 

Aber nicht meine. Auf meine Kurse werden solche unreflektierten Hypes keinen Einfluss haben.
Drei lilafarbene Fledermäuse

6. Copyright und Bilder

Auf das Copyright anderer Künstler (m/w/d) ist immer zu achten: Audio, Musik, Bilder, Grafik, Texte etc. 
Von KI generierte Bilder von Menschen sowie alle Bilder von Minderjährigen, sichtbar im Web, sind in meinen Kursen aus ethischen Gründen verboten.

7. Kein Konsumzirkus

Oberflächlicher Konsumwahn, der nebenbei Millionen das Leben und die Zukunft kostet, ersetzt kein Wissen. 

Bei mir zählt nur handwerkliches Können, und dass man aus wenig etwas Unglaubliches machen kann. Nicht, worauf man das macht. 

Es spielt in meinen Kursen keine Rolle, welchen Rechner (oder Smartphone) man besitzt. Zu keinem Zeitpunkt wird das ein Thema sein, sondern, unter welchen unmenschlichen Produktionsbedingungen dieser entstanden ist. 

Er muss funktionieren. Das war’s. 

Mehrere Bildschirme sind überhaupt nicht nötig, ich finde, das sollte man sich erst einmal hart erarbeiten. Das schadet nicht. 

Natürlich muss man im Tech-Bereich etwas auf dem Laufenden bleiben, das gehört definitiv zum Jobprofil. Das bedeutet aber nicht, dass man den Konsumzirkus in diesem Ausmaß mitmachen muss.
Einige Sterne

Sprachliche und technische Voraussetzungen

Zu den anderen Voraussetzungen auf der nächsten Seite geht es hier lang. 

Ein Überblick aller Voraussetzungen ist auf der Bewerbungsseite zu finden.
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